Fair-Pay bedingt Fair-Funding
Das Wichtigste in Kürze:
Professionelle Musikschaffende sollen künftig gemäss Honorar-Richtlinien fair bezahlt werden. Zum Beispiel empfiehlt Sonart, der grösste Schweizer Berufsverband im Bereich Musik, für ein Konzert CHF 800.– Gage pro Person. Auch die Kantone machen angemessene Entlöhnung zur Bedingung für öffentliche Subventionsgelder.
Doch für Fair-Pay fehlt den meisten Clubs und Veranstaltenden das nötige Geld. Sie selbst können ihrem Personal nur sehr tiefe Löhne zahlen. Anders bei den Institutionen der klassischen Musik: Hier sind angemessene Honorare entweder heute schon Realität oder wenigstens im Bereich des Möglichen. Dies vor allem, weil der Staat die Orchester und Klassik-Institutionen massiv unterstützt.
Bleiben die Förderverhältnisse wie bisher, wird die Vielfalt des Musikangebots in der Schweiz leiden. Die Mehrkosten in Folge Fair-Pay werden unweigerlich dazu führen, dass die Clubs und Veranstaltenden weniger Konzerte anbieten können. Leider. Denn die kleinen und mittleren Bühnen wesentlich für die Diversität in der Musik.
Die Musikvielfalt-Initiative, der Jazzclub Moods Zürich, Palace St. Gallen, bee-flat Bern und Fri-Son Fribourg fordern deshalb nicht nur Fair-Pay, sondern auch Fair-Funding. Ein fundamentales Überdenken der Förderverhältnisse ist nötig. Es braucht einen konstruktiven Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Musikbranche.
Mehr dazu? Nimm Kontakt mit uns auf:
Fabian Gisler, IG Musik
079 456 28 07
fabian@musikvielfalt.ch
musikvielfalt.ch
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